\section{Feature-Analyse} \label{sec:feature-analysis} Das Feature~484 „Dokumente" existierte seit November 2023 als zweizeilige Bedarfsnotiz im Backlog. Am 10.~Juni 2026 arbeitete \emph{Thomas Drewermann} es in mehreren aufeinanderfolgenden Bearbeitungen zu einer vollständigen Feature-Beschreibung aus. Dabei entstanden die Entscheidung für einen S3-Speicher als Ablage, die Festlegung auf Filestash als internes Verwaltungswerkzeug, der Katalog der sieben Dokumententypen sowie die Abschnitte \emph{Feature-Creep} und \emph{Out of Scope}. Am 18.~Juni 2026 führte ich eine Feature-Analyse durch, um die verbliebenen Unklarheiten vor dem Backlog-Schnitt zu beseitigen. Vier Rückfragen wurden als Kommentare am Work Item gestellt und noch am selben Tag beantwortet. Drei davon entschieden Architekturfragen: \begin{enumerate} \item \textbf{Autorisierung über Metadaten:} Auf die Frage, ob die Efecte-Organisations-ID als Metadatum am Kundenordner gespeichert und die Berechtigung darüber aufgelöst werden könne, lautete die Antwort \emph{ja}. Damit war das Autorisierungskonzept festgelegt (siehe Abschnitt~\ref{sec:authorization}). \item \textbf{Filestash als externes Werkzeug:} Es wurde bestätigt, dass Filestash unverändert als Verwaltungsoberfläche genutzt wird und \emph{nicht} als Referenz für einen Nachbau in Houston dient. Damit beschränkte sich der Implementierungsaufwand auf die Kundensicht. \item \textbf{Typisierung über Ordner statt Metadaten:} Auf die Frage, ob der Dokumententyp als Metafeld an der Datei vermerkt werden solle, lautete die Antwort \emph{nein, Ordner}. Der Typ wird also über den Unterordner bestimmt, in dem das Dokument liegt. \item \textbf{Bedeutung der URL-Dateien:} Die vierte Frage klärte, dass mit der Verlinkung zu Teams oder SharePoint gemeint ist, \emph{externe} Ressourcen in den Dokumentenbereich einzubetten — und nicht umgekehrt Houston-Dokumente nach außen zu teilen. Daraus entstand das Product Backlog Item zur Unterstützung von \texttt{.url}-Dateien. \end{enumerate} Die dritte Entscheidung erwies sich im weiteren Verlauf als die folgenreichste. Die Abbildung des Typs über die Ordnerstruktur macht die Filterung nach Typ günstig, da sie sich auf ein Präfix-Listing reduziert. Sie erzwingt jedoch, dass die Ordnerstruktur für jeden Kunden vorhanden ist, und macht damit die automatische Anlage der Ordner zu einer eigenen Anforderung. Zugleich erschwert sie die typübergreifende Suche, da hierfür mehrere Präfixe durchlaufen werden müssen.