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TeX

\section{UI-Konzept}
\label{sec:ui-concept}
\subsection{Zuarbeit über einen Clickdummy}
Das Oberflächenkonzept wurde nicht als Mockup in einem Entwurfswerkzeug erstellt, sondern von \emph{Hanna Ebner} als lauffähiger Clickdummy in einem eigenen Branch des Houston-Repositories umgesetzt und am 22.~Juli 2026 am Feature verlinkt.
Diese Form der Zuarbeit hat gegenüber einem Bildentwurf spürbare Vorteile. Der Clickdummy verwendet die bestehenden Komponenten und Stile der Anwendung, wodurch das Ergebnis von vornherein zum übrigen Portal passt. Fragen zu Abständen, Schriftgrößen oder Farben stellen sich gar nicht erst, weil sie durch das vorhandene Stylesheet beantwortet werden. Zudem ist das Ergebnis unmittelbar bedienbar: Interaktionen wie das Ein- und Ausklappen von Filtern lassen sich ausprobieren, statt sie aus einer statischen Abbildung erschließen zu müssen. Für die Umsetzung bedeutete das, dass der Clickdummy als Referenz für das Markup dienen konnte und in mehreren Product Backlog Items ausdrücklich als solche benannt wurde.
\subsection{Flache Liste statt navigierbarer Hierarchie}
Die auffälligste Entwurfsentscheidung ist, dass der Dokumentenbereich trotz seiner Bezeichnung als „Document Explorer" keine navigierbare Ordnerhierarchie darstellt. Der Benutzer sieht eine flache Liste aller seiner Dokumente; die Typzugehörigkeit wird über ein Icon und über Filter ausgedrückt, nicht über ein Hineinnavigieren in Ordner.
Der Grund liegt im erwarteten Nutzungsverhalten. Ein Kunde sucht in aller Regel ein bestimmtes Dokument — den letzten Monitoring-Report oder einen konkreten Vertrag. Bei einer Hierarchie müsste er zunächst wissen, in welcher Kategorie es abgelegt ist, und sich dorthin durchklicken. Die flache Liste erlaubt es dagegen, unmittelbar zu suchen oder zu filtern. Da die Hierarchie ohnehin nur zwei Ebenen tief ist und die zweite Ebene aus sieben festen Kategorien besteht, wäre der Navigationsaufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen gestanden.
Diese Entscheidung schlug sich auch in der Formulierung der Anforderungen nieder: Die ursprüngliche Beschreibung sprach von Dokumenten als Kacheln, wurde im Verlauf jedoch auf eine Zeilendarstellung in einer Liste geändert. Eine Zeile bietet Platz für Icon, Name, Auswahlbox und Aktionsschaltflächen und lässt sich später um weitere Spalten erweitern.
\subsection{Aufbau der Seite}
Die Seite gliedert sich von oben nach unten in vier Bereiche:
\begin{enumerate}
\item Eine \textbf{Suchleiste} am oberen Rand, über die nach dem Dokumentnamen gesucht wird.
\item Darunter eine Reihe von \textbf{Filterelementen}, je eines pro Dokumententyp, mit denen sich Typen ein- und ausblenden lassen.
\item Die \textbf{Dokumentenliste} als Tabelle. Jede Zeile enthält das Typ-Icon, den Dokumentnamen sowie die Aktionen Herunterladen, Teilen und — bei PDF-Dateien — Vorschau. Eine Auswahlbox am Zeilenanfang dient der Mehrfachauswahl für den ZIP-Download.
\item Am unteren Rand die \textbf{Blätterelemente} zum Wechsel zwischen den Seiten sowie die Auswahl der Seitengröße.
\end{enumerate}
Die Tabellenstruktur wurde bewusst erweiterbar angelegt. In der Feature-Beschreibung ist ausdrücklich festgehalten, dass weitere Spalten — etwa für eine Vorschau oder zusätzliche Auswahlmöglichkeiten — ergänzt werden können, ohne den Aufbau zu verändern.
\subsection{Konsistenz zur bestehenden Anwendung}
Eine durchgängige Vorgabe war, dass sich der Dokumentenbereich wie die übrigen Houston-Seiten bedienen lassen soll (NFA-4). Das betrifft insbesondere die Paginierung, die wie an anderer Stelle eine benutzerseitig wählbare Seitengröße anbietet, und die Suche, die dem gewohnten Verhalten folgen soll.
Wie genau diese Vorgabe zu verstehen ist, zeigte sich erst im Abnahmetest: Die zunächst umgesetzte Suchleiste blendete nach einer Eingabe eine Schaltfläche zum Leeren des Feldes ein — eine für sich genommen sinnvolle Funktion, die es auf den übrigen Seiten jedoch nicht gibt. Der Unterschied wurde als Fehler gemeldet (siehe Abschnitt~\ref{sec:acceptance-testing}). Das Beispiel verdeutlicht, dass eine Konsistenzanforderung sich nicht vollständig aus einer Beschreibung ableiten lässt, sondern letztlich am Vergleich mit dem Bestand geprüft werden muss.
Ein zweiter Punkt betrifft das Zusammenspiel von Freigabelinks und Paginierung. Ein Link, der auf ein bestimmtes Dokument verweist, muss auch dann funktionieren, wenn dieses Dokument nicht auf der ersten Seite liegt. Das Konzept sieht deshalb vor, dass der Freigabelink nicht nur das Dokument benennt, sondern beim Weiterleiten auch die passenden Abfrageparameter setzt, sodass die richtige Seite geladen und an die entsprechende Stelle gesprungen wird.