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\section{Autorisierungskonzept}
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\label{sec:authorization}
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Das Autorisierungskonzept arbeitet zweistufig: Eine Rollenprüfung entscheidet, \emph{ob} ein Benutzer den Bereich betreten darf, eine Mandantenprüfung, \emph{welche} Dokumente er sieht.
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\subsection{Authentifizierung und Claims}
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Die Authentifizierung erfolgt über Microsoft Entra~ID. Das Token enthält die \textbf{Efecte-Organisations-ID}, über die die Kundenzugehörigkeit bestimmt wird, und den \textbf{Efecte-Firmennamen} aus dem Claim \texttt{efecte:company\_name}. Dass der Firmenname verfügbar ist, wurde erst bei der Lookup-Recherche erkannt — er ermöglicht die Bestimmung des Ordnernamens ohne zusätzlichen Efecte-Aufruf (siehe Abschnitt~\ref{sec:lookup-decision}).
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\subsection{Anwendungsrolle Documents.Read}
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Für den Zugriff wurde in Entra~ID die Anwendungsrolle \texttt{Documents.Read} angelegt; eine Differenzierung nach Dokumententyp gibt es nicht. Sie steuert die Sichtbarkeit des Navigationspunkts und schützt die Seite gegen direkten URL-Aufruf. Nur die zweite Prüfung ist sicherheitsrelevant; das Ausblenden des Menüpunkts ist Benutzerführung.
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\subsection{403 statt 404}
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Die ursprüngliche Anforderung sah bei unberechtigtem Zugriff auf \texttt{/documents} eine 404-Antwort vor, um die Existenz der Ressource zu verbergen. Sie wurde auf 403 geändert: Die Existenz des Bereichs ist kein Geheimnis, und 404 erschwert die Fehlersuche, weil ein Benutzer ohne Rolle dieselbe Antwort wie bei einem Tippfehler erhält. Dieser Fall trat später im Abnahmetest ein (siehe Abschnitt~\ref{sec:acceptance-testing}) und bestätigte die Entscheidung.
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\subsection{Mandantentrennung}
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Aus der Organisations-ID wird der zugehörige Kundenordner aufgelöst, und alle Abfragen werden auf dieses Präfix eingeschränkt (siehe Abschnitt~\ref{sec:s3-layout}). Da die Einschränkung bereits Bestandteil der Abfrage ist, lädt Houston nie Dokumente fremder Kunden, um sie nachträglich herauszufiltern; ein Fehler in der Darstellungsschicht kann somit nicht zu einer Offenlegung führen. Abbildung~\ref{fig:auth-sequence} stellt den Ablauf dar.
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\begin{figure}[H]
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\centering
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\includegraphics[width=\textwidth]{figures/diagrams/auth-sequence.pdf}
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\caption{Ablauf von Authentifizierung und Autorisierung}
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\label{fig:auth-sequence}
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\end{figure}
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\subsection{Absicherung der Einzelzugriffe}
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Auch Download, ZIP-Download, PDF-Vorschau und Freigabelinks nehmen einen Dokumentschlüssel entgegen. Für jeden Pfad wird der Schlüssel gegen das aufgelöste Kundenpräfix geprüft und auf Bestandteile untersucht, mit denen sich der Kundenordner verlassen ließe (NFA-6). Freigabelinks bilden keine Ausnahme: Sie enthalten keine Anmeldeinformationen; ein Empfänger ohne Rolle und passende Organisationszugehörigkeit erhält dieselbe 403-Antwort.
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