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2026-09-07 23:37:09 +02:00

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TeX

\section{Unterstützung von URL-Dateien}
\label{sec:url-files}
\subsection{Anwendungsfall}
Nicht alle Unterlagen lassen sich sinnvoll in den Speicher kopieren; ein fortlaufend gepflegtes Dokument oder ein Kanal in einem Kollaborationswerkzeug soll verlinkt werden, da eine Kopie sofort veraltet wäre. Dafür werden \texttt{.url}-Dateien unterstützt: kleine Textdateien im INI-Format mit Zieladresse und optionalem Symbol, die in der Liste wie gewöhnliche Dokumente erscheinen, beim Anklicken jedoch auf die hinterlegte Adresse führen. Der Anwendungsfall wurde in der Feature-Analyse geklärt: Gemeint ist das Einbetten \emph{externer} Ressourcen, nicht das Teilen von Houston-Dokumenten nach außen (siehe Abschnitt~\ref{sec:feature-analysis}).
\subsection{Auswertung und Anzeigename}
Für das INI-Format wurde bewusst keine externe Bibliothek eingebunden: Benötigt wird ein einziger Wert aus einem Abschnitt, der in wenigen Zeilen selbst gelesen ist, und eine Bibliothek würde bei fehlerhaften Dateien vermutlich einen Fehler melden, während hier ein stiller Rückfall erforderlich ist. Kann keine gültige Adresse erkannt werden, wird die Datei wie eine gewöhnliche Datei zum Herunterladen angeboten. Die Endung \texttt{.url} wird für die Anzeige entfernt; \emph{Robin Noack} wies im Review darauf hin, dass die dafür verwendete Zeichenzahl als unmittelbare Zahl im Code stand und stattdessen die Länge der Endung selbst verwendet werden sollte, da beide sonst bei einer Änderung auseinanderlaufen.
\subsection{Symbole für Verknüpfungen}
Das Dateiformat sieht im Abschnitt \texttt{[InternetShortcut]} einen Eintrag \texttt{IconFile} vor, der unter Windows auf eine Symboldatei zeigt \autocite{nsis-shortcuts}. Ein Dateipfad ist im Browser nicht verwertbar, und aus den in Abschnitt~\ref{sec:pdf-preview} genannten Gründen werden benutzerdefinierte Symbole ohnehin nicht ausgeliefert. Der Eintrag wird daher umgedeutet: Er trägt den Namen eines Symbols, das die Anwendung bereits kennt. Zulässig sind die Klassen der eigenen Typsymbole, etwa \texttt{doc-type-icon-vertragsunterlagen}, sowie Klassen der in Houston vorhandenen Symbolbibliothek Boxicons, etwa \texttt{bx bxl-github} \autocite{boxicons}. Für die drei häufigsten Verknüpfungsziele — Microsoft Teams, SharePoint und OneDrive — wurden im selben Stil eigene Grafiken ergänzt (Abbildung~\ref{fig:type-icons} im Anhang).
Fehlt der Eintrag oder ist er leer, greift dieselbe Regel wie für gewöhnliche Dateien: Liegt die Verknüpfung in einem bekannten Typordner, erscheint dessen Symbol, sonst das Standardsymbol; ein unbekannter Wert führt damit nie zu einer leeren Zelle (Abbildung~\ref{fig:shot-url-icons} im Anhang). Da die Kundenbetreuer diese Dateien von Hand anlegen, wurden Format, zulässige Werte und Rückfallverhalten im internen Wiki dokumentiert und im Pull Request darauf verwiesen.
\subsection{Ausschluss vom ZIP-Download}
Verknüpfungsdateien erhalten keine Auswahlbox und können nicht Teil eines Archivs werden, das sonst eine Datei mit einer möglicherweise nur intern auflösbaren Verknüpfung enthielte. Da eine Verknüpfung fachlich kein Dokument ist, wäre ihre Aufnahme irreführend.